Freie Akademie Kunst+Bau e.V.
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Kunst am Bau

ARCHIV GENOSSENSCHAFT KUNST AM BAU

Am 15. August 1958 gründeten die Maler Rudolf Sitte, Siegfried Schade, Bruno Dolinski und Bruno Groth eine Produktionsgenossenschaft der angewandten Künste in Dresden und kauften wenig später das Grundstück und das Atelierhaus des Bildhauers Edmund Moeller. Dazu gewährte die Deutsche Investitionsbank einen Kredit. Als Bürge trat die Stadt Dresden ein. Eine solche Künstlergenossenschaft hatte es bis dahin nicht gegeben. Darum wurde ein Musterstatut erarbeitet, das sich an dem einer Produktionsgenossenschaft des Handwerks orientierte.
Abrechnungsgrundlage für alle Aufträge waren die Honorar- und Tarifordnung der Berufsverbände des Bundes der Architekten und des Verbandes Bildender Künstler.
Alle Honorare wurden auf das Genossenschaftskonto überwiesen. Der gemeinsame Genossenschaftsfond setzte sich aus den persönlichen Einlagen der Künstler und den 10 Prozent, die von jedem Honorar abgeführt wurden, zusammen. Er wurde dazu benutzt, Arbeitsgeräte zu beschaffen, Instandhaltungsmaßnahmen an den Gebäuden durchzuführen und das Grundstück zu pflegen. Die Genossenschaft war damit eine wirtschaflich relativ unabhängige Einheit. Allerdings war sie ein freiwilliger Verbund, die Künstler waren nicht per Arbeitsvertrag an die Genossenschaft gebunden. Ihr Berufsstatus war „freischaffend“, aber die Zugehörigkeit zur Genossenschaft sicherte den Künstlern regelmäßige Einnahmen.
Unter dem Dach der Genossenschaft entstand ein besonderes Experimentierfeld für baugebundene Entwicklungen wie Strukturwände, Formsteinsysteme, Spielplatzgeräte und spezielle, auch patentierte Verfahren zur Oberflächenbeschichtung von Beton.

www.kunst-am-bau-ddr.de

http://www.editionsz.de/dresden-kunst-im-stadtraum.html

Antje Kirsch
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